Phase 1 — Vorlauf: Identität und Aufmerksamkeit

Hier werden noch keine Einheiten verkauft; Ziel ist der Aufbau einer Interessentenliste.

Material dieser Phase sollte möglichst unabhängig von Projektentscheidungen sein, da diese sich noch ändern können.

  • Projektidentität: Name, Logo, Typografie, Farbwelt
  • Standort- und Lebensweltnarrativ ohne architektonische Details
  • Teaserbilder und Umgebungsaufnahmen
  • Registrierungsseite und Interessentenerfassung
  • Presse- und Branchenkommunikation

Phase 2 — Aktiver Vertrieb: Conversion-Werkzeuge

Nach dem Einfrieren der Entwurfs- und Materialentscheidungen kommen die Conversion-Werkzeuge. Diese Phase beansprucht den größten Budgetanteil.

Entscheidend ist, Überschneidungen zu vermeiden: Renderpaket, 360°-Tour, Modell und Zwilling überlappen erheblich.

  • Digitaler Zwilling: Projektbegehung, Geschoss- und Einheitenauswahl, personalisierte Präsentation
  • Vertriebsbüro: Bildschirm, Präsentationsablauf, Musterwohnung oder Materialfläche
  • Vertriebssystem: Bestand, Angebote, Zahlungspläne, Provisionen
  • Digitale Werbung und Suchmaschinenpräsenz
  • Printbroschüre und Baubeschreibung

Phase 3 — Auslauf und Übergabe

Die letzten 15–20 % des Bestands sind meist am schwersten verkäuflich: weniger gefragte Geschosse, Ausrichtungen oder Typen.

Statt neues Material zu produzieren, ist es effizienter, vorhandenes neu zu positionieren. Der Zwilling hat hier einen Vorteil: Die Stärken verbleibender Einheiten lassen sich konkret zeigen statt behaupten.

Warum die Reihenfolge zählt

Produktion vor Entscheidungen zu starten ist der teuerste Fehler. Ändert sich das Fassadenmaterial, werden Renderpaket, Modell und die betroffenen Teile des Zwillings neu erstellt.

Zweite Regel: Das Vertriebssystem sollte vor oder spätestens gleichzeitig mit dem Zwilling stehen — sonst kann dieser nicht an den Live-Bestand gebunden werden.